Wein
Baugebiete

Klein aber fein – Im Ranking der Weinbaufläche liegt Österreich weit abgeschlagen hinter Ungarn und Bulgarien, und noch vor Neuseeland und der Schweiz ziemlich am Ende. Weinbau in Österreich wird auf einer Fläche von 45.500 ha betrieben, wobei 65,5 % mit weißen und 34,5% mit roten Rebsorten bestockt sind. Große klimatische Unterschiede sowie breit gefächerte geologische Gegebenheiten bieten ein Terroir, das den Anbau verschiedenster Rebsorten erlaubt, sowohl autochthoner als auch internationaler Sorten.

Ich selbst habe mich auf österreichische Weine spezialisiert und bin sehr gut mit lokalen Großhändlern vernetzt. Auf Wunsch beschaffe ich gerne internationale Tropfen. In meinem Sortiment finden sich außerdem ausgewählte Weine aus Deutschland, Italien und Spanien, sowie Schaumweine aus Frankreich.

Niederösterreich

Carnuntum

Ebenso erstaunlich wie die archäologischen Zeugnisse römischer Kultur in Carnuntum sind deren „Bodenschätze“ von den ca. 906 Hektar Rebfläche, allen voran gebietstypische Rotweine. Als „Rubin Carnuntum“ mit dem Symbol des Heidentors verstärken sie die Identität dieses aufstrebenden Gebietes, getragen von einer Reihe dynamischer Winzerpersönlichkeiten.

Kamptal

Mit einer Anbaufläche von über 3.900 ha und einer Reihe international bekannter Spitzenbetriebe hat sich das Kamptal als eines der erfolgreichsten Weinbaugebiete in Österreich etabliert. Namensgeber für diese Kultur- und Tourismusregion ist der Kamp Fluss, an welchem Österreichs größte Weinstadt Langenlois liegt. Die Bezeichnung Kamptal DAC steht für Weine aus Grünem Veltliner oder Riesling, entweder vom klassisch-mittelgewichtigen Typ oder als kraftvoll-trockene Reserve.

Kremstal

Die 2.368 ha große Rebfläche des Kremstals verteilt sich auf drei Zonen: das eigentliche Kremstal und die historische Stadt Krems, deren westlicher Teil namens „Stein“ direkt an die Wachau anschließt, die östlich anschließenden mächtigen Lössdecken und die kleinen Weinorte südlich der Donau rund um das monumentale Stift Göttweig. Kremstal DAC bietet würzige Grüne Veltliner und elegante, mineralische Rieslinge, die neben der frischen, klassischen Linie auch als kräftige Reserve Weine auf dem Markt kommen.

Thermenregion

Das Weinbaugebiet Thermenregion entstand mit dem Weingesetz 1985, als die Gebiete Gumpoldskirchen und Bad Vöslau zusammengelegt wurden. 2.181 ha Reben lehnen sich an die Abhänge des Wienerwalds, vom Stadtrand Wiens entlang einer Hügelkette mit dem Anninger als höchster Erhebung bis südlich von Baden. Im nördlichen Teil um Gumpoldskirchen regiert der Weißwein mit Schwerpunkt auf den autochthonen Sorten Zierfandler (auch Spätrot genannt) und Rotgipfler, während im Süden der Rotwein mit den Sorten Sankt Laurent und Pinot Noir dominiert.

Traisental

Das Traisentel besteht in dieser Form erst seit 1995 und ist mit rund 815 Hektar Rebfläche eines der kleinsten Weinbaugebiete des Landes. Die kleinen Weinorte zieren bodenständige Buschenschanken mit Traismauer oder Herzogenburg als beliebte Ausflugsziele. Seit dem Jahrgang 2006 kommen typische fruchtig, würzige Grüne Veltliner und kernige, mineralische Rieslinge unter der Bezeichnung Traisental DAC auf den Markt.

Wachau

Die schöne Wachau, das enge Donautal zwischen Melk und Krems steht für sich als Weltkulturerbe und Wohlfühllandschaft. Auf 1.344 Hektar, teils auf steilen Terrassen, wachsen hier hauptsächlich Grüner Veltliner und Riesling. An den besten Lagen werden einige der größten Weißweine der Welt kultiviert.

Wagram

Im Jahr 2007 von „Donauland“ in „Wagram“ umbenannt beherbergt dieses Gebiet eine Rebfläche von rund 2.720 Hektar. Nördlich der Donau erstreckt sich östlich an das Kamptal anschließend der eigentliche Wagram, eine mächtige Geländestufe, etwa 30 km nach Osten. Südlich der Donau, liegen die kleinen Weinorte des Tullnerfelds und schließlich vor den Toren Wiens die historische Weinstadt Klosterneuburg.

Weinviertel

Das Weinviertel ist nicht nur allen österreichischen Weinfreunden ein Begriff, auch international steigt der Bekanntheitsgrad des größten österreichischen Weinbaugebietes mit einer Rebfläche von 13.858 Hektar. Der Erfolgsfaktor heißt Grüner Veltliner, hier in den gebietstypischen Ausprägungen als Weinviertel DAC und Weinviertel DAC Reserve.

Steiermark

Südsteiermark

Die Südsteiermark steht für duftige, frische Weine, vor allem aus der Leitsorte Sauvignon Blanc. 2.563 ha Rebfläche bieten aber Platz für ein breites Sortenspektrum vom Welschriesling über Morillon und Muskateller bis zum Traminer. Hier, in einer der reizvollsten Weinlandschaften Europas mit gemütlichen Buschenschanks, ist Weinbau allerdings Schwerarbeit, sind doch die meisten Rebflächen extreme Steilhänge.

Vulkanland

Viele kleine Weininseln prägen das Weinbaugebiet Vulkanland Steiermark mit einzigartigen Lagen an den Hängen erloschener Vulkane, die dem Landschaftsbild seine Eigenart verleihen. 1.524 ha Rebflächen werden bewirtschaftet, in konzentrierter Form rund um Klöch, St. Anna am Aigen und Straden. Eine Rebsorte hat besonderes Flair: der hocharomatische Traminer.

Weststeiermark

Nur 546 ha sind in der Weststeiermark mit Reben bepflanzt, doch daraus schaffen die Winzerfamilien eine verblüffende Vielfalt an Produkten. Es entstehen geschliffene Weißweine aus vielzähligen Rebsorten ebenso wie rassige, säurebetonte Schilcher. Letztere werden aus dem regional vorherrschenden Blauen Wildbacher gekeltert und wurden längst auch international zu einer anerkannten Gebietsspezialität.

Burgenland

Mittelburgenland

Die Rotweinsorte Blaufränkisch spielt auf den 2.104 Hektar Rebfläche des Weinbaugebietes Mittelburgenland die Hauptrolle. Vier Gemeinden tragen maßgeblich dazu bei: Deutschkreutz, Horitschon, Lutzmannsburg und Neckenmarkt.

Neusiedlersee

Das Weinbaugebiet Neusiedlersee östlich des Neusiedler Sees reicht von den Hügeln und der großen Weinstadt Gols über den flachen Heideboden bis hinunter in den Seewinkel. Auf 6.675 ha Rebfläche reift hier an den Ufern des flachen Steppensees eine große Sortenvielfalt heran. Rotweine von internationalem Format kommen aus anderen Sorten wie etwa Blaufränkisch, St.Laurent oder Pinot Noir auf den Markt, ob fruchtcharmant ausgebaut oder im Holzfass gereift, reinsortig oder als Cuvée.

Wien

Wien

Wien ist anders. Hier sind 637 ha Rebfläche ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, dienen der Erhaltung des Grüngürtels und sind die Basis für hohe Weinqualität. 2013 wurde die Spezialität Wiens, der „Wiener Gemischte Satz“ in die österreichische DAC-Familie aufgenommen und ist seither noch stärker der Inbegriff des Wiener Weins. Damit Wiens Weingärten auch in Zukunft als Natur- und Kulturlandschaft erhalten bleiben, schreibt ein neues Wiener Landesgesetz zwingend vor, dass Rebflächen in Wien bewirtschaftet werden müssen.

Deutschland

Rheingau

Der Rheingau ist ein launiger Einfall der Natur. Wenn der Rhein nicht beschlossen hätte, vor den Städten Mainz und Wiesbaden seinen sturen Geradeauslauf zu ändern und ein paar Kilometer seitwärts nach Westen zu wandern, bevor er nach rund 40 Kilometern seine Bahn wieder nach Norden richtet, dann hätte es keinen Rheingau gegeben. Der Landstrich zwischen Rhein und den mit Reben bestockten westlichen Taunusausläufern, die sich von sanften Hügeln langsam in steile Berge verwandeln besticht durch seine tolle Landschaft und Atmosphäre.

Frankreich

Aube en Champagne

Die Weinberge von Riceys wurden in den Jahrhunderten stetig weiterentwickelt. Die Gallo-Romanen haben schon damals den ersten Wein produziert. Während des 12. Jahrhunderts haben die Mönche des Klosters Clairvaux Weinstöcke aus Ungarn importiert. Einige Jahrhunderte später wurde aus diesen Trauben der Champagner entwickelt. Die örtlichen Winzer sind richtige Handwerker, die jeden Tag bei den Rebstöcken arbeiten. Inmitten der bezaubernden Côte des Bars, im Süden der Region Champagne, sind die Weinberge von Riceys einzigartig in diesem Sektor. Mit einer Anbaugröße von 844 ha, hauptsächlich Pinot Noir, ist es die wichtigste Anbaugegend der Region Champagne.

 

Bourgogne

Die Region Bourgogne zeichnet sich nicht nur durch ihre außergewöhnliche geographische Lage aus. Perfektes Klima für den Weinanbau, reiche Böden und renommierte Rebsorten, welche unter anderem den für die Region bekannten Crémant hervorbringen, führen zu 84 Appellationen, die weltweit anerkannt sind. Nicht zu vergessen die Fachkompetenz der Winzer, die ihr Know-how von Generation zu Generation weitergeben und dabei immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung bleiben.

Sancerre

Sancerre ist ein zertifiziertes Weinbaugebiet im Départment Cher in Frankreich. Es erstreckt sich rund um den gleichnamigen Ort Sancerre am Ufer der Loire über ein Gebiet von 14 Gemeinden. Der nach AOC-Regularien freigegebene Anbau ist auf Weißwein fokussiert, vorwiegend der Sauvignon Blanc, der den Weinen eine große Reinheit und Eleganz verleiht.

Italien

Apulien

Das Weinbaugebiet Apulien mit einer Gesamtfläche von ca.100.500 Hektar befindet sich im süd-östlichen Teil Italiens. also am Absatz des Stiefels einschließlich der Halbinsel Salento. Es ist das vielleicht älteste Weinbaugebiet Italiens, denn schon um 3000 v. Chr. sollen bereits die Phönizier und die Griechen ihre Rebstöcke gepflanzt haben. Die meisten Weinberge liegen auf sehr flachem Gelände in Meeresnähe mit nur geringen Tag/Nacht-Unterschieden. In besseren Lagen können allerdings auf den kalkhaltigen Unterböden und den eisenoxidhaltigen Oberschichten in dem mediterranen Klima interessante Weine entstehen, vor allen Dingen Rotweine aus einheimischen Sorten wie Negroamaro und Uva di Troia, aber auch aus der eher seltener anzutreffenden Malvasia Nera. Zu den bekanntesten DOCG-Weinen zählt der Primitivo di Manduria, der zuweilen an einen guten Zinfandel aus Kalifornien erinnert. Im Norden hingegen wächst mehr Montepulciano.

Friaul

In Friaul-Julisch Venetien wird Weinbau nachweislich schon seit der Bronzezeit, also seit ungefähr 3000 Jahren. Das Anbaugebiet Friaul liegt zwischen Österreich, Slowenien und der Ebene von Venetien. Die Hauptstadt der Region ist Triest. Während die Region historisch unter wechselnden Einflüssen gestanden hatte bzw. oftmals Schauplatz von Kriegshandlungen gewesen war, wird im Friaul seit der Antike Wein angebaut. Nicht nur am großartigen Grauburgunder messbar ist die Gegend durch verbesserte Kellermethoden wie die gekühlte Gärung zur wohl besten Weißweinregion Italiens aufgestiegen.

Treviso

Im Hügelland von Conegliano und Valdobbiadene gilt es die vielen, geschichtsträchtigen kleinen Ortschaften und ihre Kultur zu entdecken, die von der uralten Geschichte des Weinbaus in diesem Land erzählen. Es ist mehr als 2000 Jahre her, seit die Römer auf etruskischen Anfängen die Kultivierung der Rebe eingeführt hatten. Strenge Auflagen definieren das Anbaugebiet, Herstellung und Abfüllung der berühmten  Prosecco Varianten. So ist das Treviso neben Friaul-Julisch Venetien, den Provinzen Belluno, Padova, Venedig und Vicenza eine der auserwählten Regionen, in denen die Glera-Traube gelesen werden darf.

Spanien

Rioja

Rioja gehört mit den Teilgebieten Rioja Alta (im nordwestlichen Gebiet des Ebrobeckens), Rioja Baja (im südöstlichen Gebiet des Ebrobeckens) und Rioja Alavesa im Baskenland zu den bedeutendsten Weinbauregionen in Europa. Auch der Wein selbst wird ‚Rioja‘ genannt und unter der Bezeichnung vermarktet. Die Produktion von Rioja des heutigen Typs begann gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als französische Weinhändler in das Gebiet einwanderten und die damals in Bordeaux üblichen Verfahren mitbrachten, vor allem das Abbeeren der Trauben und das Altern der Weine in Eichenfässern mit 225 lt. Inhalt (Barriques). Als Böden überwiegen weißer Kalk sowie rotgrauer Lehm. Es finden sich vor allem die roten Rebsorten Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Graciano und die weißen Rebsorten Viura, Malvasia und Garnacha Blanca. Die klassischen Riojas sind entweder reinsortige Tempranillo-Weine oder Verschnitte mit einem Tempranillo-Anteil von weit über 50 % und kleineren Anteilen von Garnacha, Mazuelo und Graciano.

Kontakt

Schwarzwein

Weinhandel Gerry Schwarz
Liechtensteinstraße 62
1090 Wien