Schaum
Weine

Die Méthode Traditionelle, früher Méthode Champenoise oder Champagnermethode genannt, ist die älteste und aufwendigste Herstellungsmethode für Champagner, Sekt oder Schaumwein. Der Begriff Méthode Champenoise ist nur für Produkte aus der Champagne zulässig, während in Österreich die Bezeichnungen Méthode Traditionelle oder Traditionelle Flaschengärung zulässig und gebräuchlich sind.

Prosecco ist der Name einer alten Rebsorte aus Venetien, die hauptsächlich in nord-italienischen Provinzen wie u.a. im Treviso angebaut wird und einerseits als Frizzante mit mindestens 10,5 % Alkohol oder als Spumante, einem Schaumwein aus zweistufiger Gärung mit mindestens 3 bar Druck und 11,0 % Alkohol angeboten wird.

Champagner

Nur jene Trauben, die in der Champagne wachsen, gekeltert und veredelt werden, dürfen sich Champagner nennen. Während die Weinberge der „Appellation Champagne“ insgesamt 34.000 ha Rebfläche umfassen, stammt mit rund 300 Millionen Flaschen ein Viertel der jährlich auf den Weltmarkt kommenden Tropfen aus der Region „Aube en Champagne“, die sich selbst über 8.000 ha erstreckt.

Crémant

Seit 1994 werden als Crémant in der EU moussierende Getränke mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung bezeichnet, die außerhalb der französischen Champagne nach dem Verfahren der Flaschengärung (frz. méthode champenoise) hergestellt werden. Zwar sind die Rebsorten je nach Region unterschiedlich, wesentliche Regeln der Schaumweinherstellung sind aber einheitlich vorgeschrieben. Crémants sind sanft moussierend, ihre Kohlensäure ist vergleichsweise verhalten. Je nach Rebsorte gibt es noch die Bezeichnungen Blanc de Noirs oder Blanc de Blancs auf dem Etikett, sofern der weiße Crémant ausschließlich aus roten oder weißen Trauben gewonnen wurde.

Prosecco Frizzante

Der Prosecco Frizzante ist ein Perlwein mit geringem Kohlensäuregehalt. Frizzante besteht häufig aus mehreren verschiedenen Weißweinen. Bei der Herstellung wird im Imprägnierverfahren dem Stillwein Kohlensäure zugesetzt. Auf dem Etikett muss stehen „mit zugesetzter Kohlensäure“, französisch „vin mousseux gazéifié“, italienisch „frizzante“. Perlwein ist lebensmittelrechtlich kein Schaumwein – er unterliegt auch nicht der Schaumweinsteuer –, der Überdruck beträgt 1 bis höchstens 2,5 bar. Mit dem Frizzante „Piu Fizz“ gibt es den Frizzante erfreulicherweise direkt vom Zapfhahn im 25 Liter Fass.

Prosecco Spumante

Im Unterschied zum französischen Champagner oder deutschen Winzersekten wird der Schaumwein Prosecco oft nicht in der aufwändigeren Flaschengärung, sondern in Tankgärung hergestellt. Als einer der dominierenden Sorten im Treviso, hat Spumante dadurch einen wesentlich höheren Kohlensäuregehalt – im Idealfall eine feine Perlage, die sich noch lange im Glas abbildet. Typisches Merkmal für einen Prosecco Spumante ist der herkömmliche Sektkorken, der mit einer Agraffe (Drahtbügel) verschlossen ist. Dies erfordert der hohe Druck. Ein Prosecco Spumante unterlag bis 2020 der Schaumweinsteuer von 0,75 € je 0,75-Liter-Flasche zuzüglich der Mehrwertsteuer auf die Schaumweinsteuer.

Sekt

Als Sekt werden Schaumweine in Österreich und Deutschland gehandelt. Sekt, auch Qualitätsschaumwein oder Qualitätschaumwein b. A. (bestimmter Anbaugebiete), muss aus einwandfreiem Qualitätswein in zweistufiger Gärung hergestellt werden, einen Alkoholgehalt von mindestens 10 Volumprozent und einen Druck von 3,5 bar bei Zimmertemperatur aufweisen. Sekt darf nicht mehr als 185 Milligramm pro Liter schweflige Säure enthalten und muss im Tank mindestens 6 Monate, davon mindestens 60 Tage auf der Hefe, gereift sein, (bei Rührvorrichtung 30 Tage) beziehungsweise bei Flaschengärung mindestens 9 Monate, davon mindestens 90 Tage auf der Hefe.

Kontakt

Schwarzwein

Weinhandel Gerry Schwarz
Liechtensteinstraße 62
1090 Wien